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| [8/99] | Auf Wunsch einiger Besucher dieser Webseite wurden für die
aktuelle Ausgabe von Public-Health-Software die E-Mail-Adressen
und URLs der Gesundheitsämter minutiös überprüft
und aktualisiert. Neuaufnahmen und Änderungen werden jederzeit gerne
entgegengenommen. In diesem Zusammenhang sei auch auf die excellente
URL/E-Mail Übersicht
von Herrn Kaunzner aus dem Gesundheitsamt Aschaffenburg hingewiesen.
Elektronische Foren dienen der schnellen fachkompetenten Kommunikation. Sie basieren auf einem wechselseitigen Informationsaustausch der Teilnehmer. Die einzelnen Beiträge werden auf Wunsch über Mailinglisten Interessenten regelmäßig zugestellt. Das Deutsche Medizin Forum, gegründet von Herrn Dr. med. Jäckel, vereinigt eine Vielzahl derartiger Kommunikationsplattformen zu nahezu jedem medizinischem Thema. Geschlossenen ÖGD-spezifische Foren (für einen begrenzten Benutzerkreis) sind im wesentlichen bei UMINFO beheimatet, es gibt allerdings inzwischen auch offene Internet-Foren, die Themen aus dem ÖGD behandeln (s. hierzu ÖGD-Foren ). Hinsichtlich der EDV-Situation in Gesundheitsämtern sei zum einen auf das EDV-Forum für Gesundheitsämter hingewiesen, das zu Hard- und Softwareproblemen im ÖGD generelle Auskunft gibt (aktuelles Thema: Infozepte für Gesundheitsämter). Andererseits existieren inzwischen bereits für im ÖGD eingesetzte Einzelprogramme wie die Gesundheitsinformationsdatenbank (GID) oder Epi-Info EDV-Spezialforen, die sich ausschließlich mit dem jeweiligen Programm auseinandersetzen.Es ist unschwer vorauszusagen, daß in absehbarer Zeit jedes auch im ÖGD eingesetzte Programm mit einem Forum als Service-Leistung aufwarten wird, über welches Entwickler und Anwender miteinander zügig und kompetent kommunizieren können. Herr Wolfgang Benz und Herr Dr. Michael Bracharz aus dem Gesundheitsamt Aschaffenburg haben über die letzten Jahre für mehrere Arbeitsbereiche des eigenen Amtes Software-Lösungen entwickelt, die sich durch hohe Praxistauglichkeit auszeichnen. Auf Anfrage sind diese Programme inzwischen an weitere 27 Gesundheitsämter Bayerns kostenlos weitergegeben worden und befinden sich dort in unterschiedlichem Umfang im Einsatz. Das Projekt war bisher sehr erfolgreich. Softwarepflege und -Service waren sehr intensiv, wurden aber bisher zur Zufriedenheit aller Beteiligten bewältigt. Aufgrund des steigenden Bedarfs und der Notwendigkeit, aufgrund des bekannten Jahr-2000-Problems eine Zentrale Personendatei als Ersatz für die in 16 bayerischen Gesundheitsämtern vorhandene Personendatei (darunter auch Aschaffenburg), auf die Beine stellen zu müssen, entschloß man man sich im Gesundheitsamt Aschaffenburg zu einer strategischen Allianz mit einem professionellen Softwareunternehmen (Firma Unisoft, Schwanstetten), von dem man die konsequente Anpassung an die bisherige "Aschaffenburger Software" erwartet, sodaß dann ein Gesamtkonzept entsteht, das sowohl das Können einer bisherigen professionellen Programmierung wie auch das Know-How aus der Praxis vieler Gesundheitsämter erhoffen läßt. Hier wird aus meiner Sicht ein vielversprechender Weg eingeschlagen, dies zeigen auch vergleichbare Kooperationen in anderen Bundesländern. Einen Überblick über die entsprechenden Universal-Programme für Gesundheitsämter liefert meine Subseite "Komplettlösungen". Das Umweltbundesamt informiert aktuell und sogar prognostisch über die bundesweiten aktuellen Ozonwerte ! Homepage des Monats: Auch in diesem Monat erfolgt der Hinweis auf eine besonders informative und graphisch ansprechende Homepage eines Gesundheitsamtes. Besuchen Sie doch einmal das Gesundheitsamt des Ostalbkreises , in dessen Einzugsgebiet übrigens auch der nächste ÖGD-Kongreß stattfinden wird. ÖGD/Internet-Millenium Projekt (Teil II): Mein Dank an alle, die sich in den letzten beiden Monaten in die konstruktive Diskussion zu einem ÖGD-Webring eingebracht haben (s. EDV-Forum für Gesundheitsämter). Festzuhalten bleibt, daß UMINFO mit all seinen Informationssträngen und Kompetenzen sicherlich für den ÖGD die zentrale Intranet-Kommunikationsplattform darstellt. Dies wird auch eindrucksvoll durch aktuelle Publikationen in "Blickpunkt Öffentliche Gesundheit" und "ÖGD-Info" unterstrichen. Gespannt sein darf man in diesem Zusammenhang auch auf das neu initierte Profi-ÖGD-Projekt. Herzstück von UMINFO sind zahlreiche fachspezifische Foren, die Mitarbeitern aus den Gesundheitsämtern zugängig sind und die tägliche Arbeit erleichtern. Derartige Intranet-Lösungen sind essentiell für die künftige Arbeit in den Gesundheitsämtern. Das Internet-Pendant zu UMINFO stellt aus meiner Sicht die aktuelle und umfangreiche Linksammlung von Herrn Dr. Brey, Regierung Oberpfalz, dar, der im Rahmen seiner Zusammenstellung übrigens nahezu wöchentlich auf einer Spezialseite neue ÖGD-relevanten Webseiten ein- bzw. aufführt ! Die Informationen von Herrn Kollegen Brey sind nun im Gegensatz zu den Mitteilungen in UMINFO prinzipiell jedem interessierten Bürger und Entscheidungsträger und nicht nur ausschließlich Mitarbeitern aus der Gesundheitsfachverwaltung zugänglich, was einer Reihe von Themen sicherlich keineswegs abträglich ist. Sollten Sie einmal die komplizierte URL dieser Seite vergessen haben, "Public Health-Software" ist auch unter der Domain http:/www.oegd.de ( oder "http://" plus meine Alternativ-E-Mail-Adresse "webmaster@oegd.de" also http://webmaster@oegd.de) erreichbar. Der Druck kostenloser Plakate beispielsweise für Ihre Gesundheitswochen kann in Auftrag gegeben werden bei Meetpoint.ch. Die Lieferfrist beträgt nur wenige Wochen. |
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Besucherrekord dieser Homepage im August: Mein nachträglicher Dank an alle, die an dieser Ausgabe mitgewirkt hatten. Die Resonanz auf die August-Version fand natürlich bei der aktuellen Gestaltung dieser Seiten Berücksichtigung. Mein besonderer Dank gilt Herrn Röhling (GA Bremerhaven), Herrn Dr. Joachim Festl und Herrn Krüsemann-Stüwe (GA Märkischer Kreis) sowie Herrn Benz (GA Aschaffenburg).Für alle, die urlaubsbedingt die August-Ausgabe von Public Health-Software verpasst haben: Sie befindet sich nun in dem neu gegründeten Archiv dieser Website. Auf dem in diesem Monat stattfindenden Kongress der Gesellschaft für medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie vom 11.9.-16.9. in Heidelberg wird die beta-Version eines Programmes zur Auswertung von Todesbescheinigungen namens MORTAL vorgestellt. Interessenten können sich den PDF-File zur dortigen Software-Demonstration herunterladen oder aber das Programm während des Kongresses am Montag, Dienstag oder Mittwoch (13.9.-15.9.) persönlich in Augenschein nehmen (Software Demonstration Stand Nr. SD 03). Mehr zu dieser Entwicklung aus dem Gesundheitsamt des Kreises Neuss im Oktober. |
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| [10/99] | Fortbildung: Die FH Giessen hat die Dokumentation ihrer
Fortbildungsveranstaltung zum Thema INTERNET einschließlich vieler
relevanter ÖGD-Links für Mitarbeiter der Gesundheitsämter
ins Web gestellt. Auf dem Kongress
der Gesellschaft für medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie
im September d.J. in Heidelberg gab es einige interessante Aspekte
für die EDV-Situation im ÖGD. Von Frau Sljivljak und Herrn
Hägele wurden u. a. Patienten-
bzw Probandeninformierungssysteme für das Gesundheitsamt vorgestellt.
Hierunter sind multimediale Softwarelösungen zu verstehen, die
im Foyer einer med. Institution, in eine Stele integriert, Wartenden
die Möglichkeit bieten, sich über Erkrankungen oder auch
Selbsthilfegruppen zu informieren. Anhand einer Evaluierungsfunktion
können retrospektiv Abrufquoten der Einzelseiten festgestellt werden.
Homepage des Monats: Auch in diesem Monat erfolgt der Hinweis auf eine besonders informative und graphisch ansprechende Homepage eines Gesundheitsamtes. Besuchen Sie doch einmal das Gesundheitsamt der Stadt Brandenburg. Eine Validierung von Webseiten Ihres Gesundheitsamtes ist über die unentgeltlichen Dienste NetMechanic und LinkExchange . Geprüft werden z.B. die Link-Gültigkeit, Ladezeiten, HTM-Syntax und Browser-Kompatibilität. Es gibt sie doch : Public Domain - Anwendungen für Gesundheitsämter. Herr Dr. Peter Schlattmann stellt Interessenten mit seiner selbst entwickelten Anwendung DismapWin ein komfortables Geo-Informationssystem zur Verfügung, das auch in andere EDV-Systeme integriert werden kann. Epi-Info ist wohl der Prototyp einer hochwertigen kostenlosen Software für den Öffentlichen Gesundheitsdienst. Herr Johann Ebend , Kinderarzt aus dem GA Bremen, bietet auf seiner Homepage detaillierte Informationen zu Epi-Info und dem Jahr 2000-Problem an. Weitere PD-Anwendungen in der November Ausgabe von Public Health-Software. Auch Vorschläge für diese Rubrik nehme ich gern entgegen. Inzwischen existieren eine Vielzahl von anerkannten ÖGD-Spezialseiten im Netz, die gängigen Qualitätskriterien genügen und fachspezifisch, aktuell, kompetent und objektiv informieren.Hierzu gehören aus meiner Sicht neben den Webseiten der Gesundheitsfachverwaltungen und ÖGD-spezifischer Institutionen beispielsweise die Homepage des Institutes für Urbanistik mit kommunalen Gesundheits-Links, die neue Seite des Medical Network von Herrn Dr. G Quade, Universität Bonn, oder das oben aufgeführte Internet-Fortbildungsprogramm der FH Gießen .Meines Erachtens sollte man für diese Webseiten eine Zertifizierung realisieren, die die Seiten als wertvollen Informationsgewinn für Mitarbeiter des ÖGD ausweist. Erste Qualitätskriterienfür medizinische Internet-Seiten hat die GMDS Arbeitsgruppe Internet der Gesellschaft für med. Informatik, Biometrie und Epidemiologie unter Herrn Dr. Klaus Adelhard entwickelt. Die Arbeitsgemeinschaft Influenza liefert aktuelle Daten zur Influenza-Situation in Deutschland. Schon gehört ? Ein neues Problem für die Gesundheitsämter ist sicher die zunehmende Dezentralisierung beim Posteingang: Nachrichten per E-Mail, Voice-Mail, Fax, Brief oder SMS gelangen auf unterschiedlichen Wegen zum Empfänger bzw. zur Amtsleitung. Die heterogenen Korrespondenzwege führen gelegentlich zu Datenverlusten sprich Informationsdefiziten. Hier heißt die Lösung Unified Messaging, ein System, dem die Konvergenz von Sprach und Datenwelt zugrunde liegt. |
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| [11/99] | Public Domain - Software Teil II: Auch ICD-Tools
können unentgeltlich erworben werden. DIMDI bietet beispielsweise
den Download von gemeinfreien
ICD-Datenbeständen an.Hingewiesen sei
ferner auf den ICD 9- Helper von Herrn Dr.
Rahn. Homepage des Monats: Die Vorstellung des Gesundheitsamtes der Stadt Brandenburg in der letzten Ausgabe gestaltete sich leider etwas problematisch, da das Amt kurzfristig die URL änderte. In diesem Monat empfehle ich die informative und graphisch ansprechende Homepage des Gesundheitsamtes der Stadt Stuttgart. Andere GÄ sind unter E-Mail-Adressen und URLs von Gesundheitsämtern gelistet. Den Rettungsanker für alle, die ein spezielles Gesundheitsamt suchen, das in diesem Verzeichnis noch nicht aufgeführt ist, stellt eine neue kommunale Info-Seite namens KommOn dar, die über alle Städte und Landkreise der Republik, die bereits im WWW präsent sind, informiert ! Die Arbeitsgemeinschaft Influenza liefert aktuelle Daten zur Influenza-Situation in Deutschland. Das Robert Koch-Institut ist durch sein Internet-Update im Oktober mit nunmehr 380 000 monatl. Abrufen und 4000 Einzelseiten zu der ÖGD-Informationsquelle Nr. 1 geworden ! Fortbildung einmal anders: Spezielle EDV-Fortbildungsangebote für den ÖGD sind nach wie vor rar gesät. Aus diesem Grund wurde das EDV-FORUM FÜR GESUNDHEITSÄMTER in der letzten Oktoberwoche einmal als interaktives Fortbildungsmedium genutzt. Aus der Zeit vom 25.10. - 31.10.99 stehen dort Beiträge zu folgenden Themen zur Diskussion :
Vorschau: In der nächsten Ausgabe von Public Health-Software: Perspektive ÖGD-2000 - Mitarbeiter aus Gesundheitsämtern schildern Ihre Zukunftsvisionen. |
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Dr. Bruno Arenz, GA Oberbergischer Kreis: Nun schlingert der ÖGD-Dampfer also ins neue Millennium. Wir haben schwere See und Kurskorrekturen brauchen ihre Zeit. Wir haben die bekannten Gewässer bereits verlassen und der kühle Wind an Deck hat einen frischen würzigen Geschmack. Auf der Brücke ist inzwischen modernste Technik installiert, aber die Matrosen sammeln erst noch Erfahrungen mit dem Gesundheitberichterstattungs-Radar und der brandneuen elektronischen Gesundheitskonferenz-Anlage. Demnächst soll auch der Funkverkehr mit den Schwesterschiffen "KV Teutonia" und "MS Deutsche Krankenhausgesellschaft" ermöglicht werden, Anordnung des Qualitätsoffiziers. Es ist kein Land in Sicht und ein Passagier, der etwas unter Übelkeit - verursacht durch den Wellengang - leidet, fragt nach der ungefähren Ankunftszeit in "New Public Health", unabhängiges Territorium der Neuen Vereinigten Staaten von Europa. "Junger Mann", sagt ein adrett gekleideter Maat in freundlichem Ton, "das wissen wir auch nicht so genau, das hängt schließlich vom Wetter ab. Aber ich kann Ihnen versichern, die Richtung stimmt. Schauen Sie doch inzwischen mal in unser Programm zur Gesundheitsförderung, da ist bestimmt auch was passendes für Sie dabei. Genießen Sie die Fahrt! Dr. Roland Brey, Regierung Oberpfalz: Die Entwicklung des Mediums Internet hat der ÖGD in der ihm eigenen bescheidenen Zurückhaltung aufmerksam, aber aus meiner Sicht nicht besonders offensiv begleitet. Abgesehen vom Robert Koch-Institut gab es bisher fast nur Initiativen einzelner Pioniere, die sich nebenbei und vielfach in ihrer Freizeit mit dem Thema fachlich befasst und Homepages erstellt haben.Für die Zukunft erhoffe ich mir, dass der ÖGD seine fachliche Kompetenz stärker in der Öffentlichkeit darstellt,wofür sich das Internet hervorragend eignet. So wichtig und unverzichtbar geschlossene Foren wie UMINFO für interne Fachdiskussionen sind, so wichtig sind auch weitere offene Internetangebote des ÖGD für verschiedene Zielgruppen. Medizinthemen werden im Internet immer beliebter,der ÖGD könnte bei entsprechendem Engagement hier eine wichtige "Lotsenfunktion" übernehmen. Dr. Heiner Mersmann, GA Köln: Meine fachlichen Vorstellungen, Visionen oder Hoffnungen für den KJGD zum nächsten Jahrzehnt verfolgen 2 Ziele: 1. Verbesserung der Kooperation und Information der Dienste untereinander (wie bisher mit meiner Seite beabsichtigt) und Vernetzung mit Kooperationspartnern anderer Professionen. Hierzu braucht es aber noch viel mehr Engagement, damit Zugangsvoraussetzungen für alle geschaffen werden.(Übernehmen wir doch das Motto: "Schulen ans Netz" und sagen: "Gesundheitsämter ans Netz - und zwar alle!") 2. direkte Vernetzung mit unserem eigentlichen Klientel: Kinder und Jugendliche bzw. deren Schulen, damit ein direkter und zeitgemässer Zugang zu den Jugendlichen gefunden wird, um deren Gesundheit wir uns bemühen wollen. Der 2. Punkt erscheint mir fast wichtiger als der erste: Anlässlich des Kölner Medienaktionstages der Kölner Schulen im Gürzenich vom 6.11.99 - wo ich gerade herkomme - ist mir wieder besonders klar geworden, dass sich der KJGD regional mit seiner gesundheitsförderlichen Arbeit in Schulen bestens auch im Netz eben diesen Schulen präsentieren kann und dies auch tun sollte. Jeder Jugendarzt sollte mal den "Kölner Bildungsserver" oder den Landes-Bildungsserver besuchen um festzustellen, was sich auf dem Gebiet des Unterrichts für Lehrer und Schüler tut. In Köln sind nahezu alle Schulen am Netz und in Hauptschulen unterhalten sich die Schüler mit ihren Freunden in einer englischen Hauptschule per email auf Englisch, oder sie klicken interessante Internet-Adressen an - zum Lernen natürlich - und es funktioniert bestens, denn sie sind hoch lernmotiviert bei niedriger Zugangs-Schwelle zum multimedialen Angebot. Ich nahm dies zum Anlass, ein vorläufiges Angebot an "Gesundheits-Unterricht" bzw. "Gesundheitsförderliche Hinweise" für Lehrer / Schüler ins Netz zu stellen, bei dem zunächst einmal die Lehrer über das Angebot des KJGD informiert werden (und zwar über einen Link im Bildungsserver zur Regional-Seite des KJGD). Bei Interesse wird auch den Schülern die Möglichkeit geboten, sich auf das Thema vorzubereiten, indem passende Adressen benannt sind und besucht werden können. So wird auf moderne Weise das Interesse der Schüler an gesundheitlich relevanten Themen geweckt und - hoffentlich - die Schwelle zur persönlichen Aussprache/Untersuchung mit/durch dem/n Schularzt gesenkt. Im Bereich Sexualpädagogik machen uns andere das schon vor: bei Fragen zur Sexualität ist die Schwelle der Jugendlichen via Internet sehr viel geringer als anders. Voraussetzung: Ansprechende Homepage des KJGD vor Ort mit regionalen Informationen, die Schüler und Lehrer interessieren und die Kooperation zwischen Schule und KJGD beleben. Prävention und Aufklärung z.B. zum Thema "Hörgenuss statt Hörverlust" (Prävention der Schwerhörigkeit durch Freizeitlärm) gelingt mit Hilfe geeigneter Internet-Adressen vielleicht besser als mit langweiligen Vorträgen. Selbstverständlich sollte das Medium PC/Internet vor allem Interesse wecken und bei der Vorbereitung helfen. Das persönliche Gespräch mit dem Lehrer/Arzt darf keinesfalls verloren gehen. Kritiker dürfen nicht recht bekommen, wenn sie sagen: "Im Internet surfen ist die beste Methode, das Denken zu vermeiden." Allen Kollegen danke ich recht herzlich für diese Beiträge, die in dem nunmehr seit einem Jahr bestehendenEDV-FORUM FÜR GESUNDHEITSÄMTER unter der Rubrik Vision 2000 kommentiert und ergänzt werden können. Diese elektronische Plattform weist inzwischen 67 Beiträge und 83 Abonnenten auf. Die Arbeitsgruppe Internet der Deutschen Gesellschaft fuer Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie wurde 1995 ins Leben gerufen. Ziel der Arbeitsgruppe ist es medizinische Informationsangebote und -methoden auf dem weltweiten Internet kritisch zu beobachten, zu analysieren, zu beeinflussen und zu fördern. Von grosser Bedeutung sind dabei die Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung in Deutschland durch Information und Kommunikation medizinischer Fachleute und Laien. Die Arbeitsgruppe erstellt Empfehlungen und veranstaltet regelmaessig wissenschaftliche Workshops zu diesen Themen (Ansprechpartner: Dr. Klaus Adelhard, Institut für Medizinische Informationsverarbeitung, Biometrie und Epidemiologie, Ludwig-Maximilians-Universität Muenchen, Marchioninistr. 15, 81377 Muenchen ). Homepage des Monats: In diesem Monat empfehle ich die informative und graphisch ansprechende Homepage des Gesundheitsamtes des Rhein-Neckar-Kreises . Andere GÄ sind unter E-Mail-Adressen und URLs von Gesundheitsämtern gelistet. Den Rettungsanker für alle, die ein spezielles Gesundheitsamt suchen, das in diesem Verzeichnis noch nicht aufgeführt ist, stellt eine neue kommunale Info-Seite namens KommOn dar, die über alle Städte und Landkreise der Republik, die bereits im WWW präsent sind, informiert! Außerdem empfehlenswert: die aktuellen Webseiten der Landeszentrale für Gesundheitsbildung in Bayern e. V. und der Akademie für öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf . Public Domain-Software Teil 3: Einige Programme zur Auswertung von Todesbescheinigungen stellen Freeware-Applikationen dar: PAMCOMP ist ein Programm des Institutes für Epidemiologie und Sozialmedizin der Universität Münster , MORTAL eine Innovation aus dem Kreis Neuss. EpiMort unterstützt die epidemiologische Auswertung in NRW. Mehr zum Handling von Todesbescheinigungen beim Datenschutzbeauftragten des Landes Hessen . Public Domain-Software Teil 4 in der nächsten Ausgabe mit drei Freeware-Anwendungen aus dem GA Solingen ! Auf höchster poltischer Ebene startet das Aktionsforum Gesundheitsinformationssystem. Diese Organisation bündelt zur Zeit die Internet Aktivitäten auf allen ÖGD - Ebenen. Weitere vielversprechende Gesundheitsplattformen wie D/G/N , Secanet AG, DeutschlandMed, Iconmed GmbH ringen um Expertenbeteiligung. Dem Öffentliche Gesundheitsdienst wird im Jahr 2000 eine Entscheidung der Internet-Orientierung abverlangt. UMINFO als bislang etabliertes Kommunikations- und Informationsforum für den ÖGD ist hier sicherlich gut gerüstet. Wir dürfen mit Sicherheit ein spannendes Neues Jahr erwarten. |